Ergebnis der Protestaktion in Bad Friedrichshall
25. Oktober 2009BÜRGER MÖCHTEN IHRE STRASSEN ZURÜCK
Die Bad Friedrichshaller Bürgerinitiative Verkehr ist sehr zufrieden mit dem Verlauf ihrer Protestaktion am 25.09.2009:
Fußgänger und Radfahrer haben erreicht, daß der öffentliche Verkehrsraum nicht nur dem Durchgangsverkehr gehört, sondern auch den dort lebenden Menschen.
Denselben Effekt könnte man natürlich auch mit einer Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h erzielen.
Hierzu fehlt nur der politische Wille !!
Durch die Geschwindigkeitsreduzierung kam es zu einer deutlichen Lärmminderung, die es den Anwohnern der örtlichen Stadtautobahn wieder erträglich macht dort zu wohnen.
Natürlich kam es während unserer Aktion auch zu Anpöbeleien, wie “Du Tuss fahr auf dem Gehweg!”
Wiederholtes Mißachtung der Vorfahrt beim Durchfahren des Bachertkreisel mit dem Fahrrad.
Sehr oft mußten die PKw auf dem Zebrastreifen bei der Volksbank wegen zu hoher Einfahtsgeschwindigkeit aus Richtung Friedrichsplatz anhalten, und die Fußgänger konnten dann beim Überqueren nur noch um die Autos herum laufen.
Beim Linksabbiegen auf der “Stadtautobahn” in den Tulpenweg wurden die Radfahrer sogar mehrfach rechts überholt mit Zuhilfenahme des rechts befindlichen Gehweges.
Wir konnten auch beobachten, daß unsere Senioren mit Rollator und oder Rollstuhl nicht über die Straße gelassen wurden. Ob sie nun an der Querungshilfe standen oder an einer anderen Stelle, spielte keine Rolle. Der Verkehr ist zu schnell und zu dicht, als daß diese schutzbedürftigen Personen unserer Stadt eine reelle Chance haben um unsere “Stadtautobahn” sicher überqueren zu können.
Ebenso wurde der Zebrastreifen am Bachertkreisel sehr oft übersehen von den Pkw und Lkw.
KURZ GESAGT:
Ein beständiges und gleichmäßiges Tempogebot von 30 km/h innerorts bringt mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer, die sich damit vielleicht wieder trauen, mehr zu Fuß unterwegs zu sein oder mit ihrem Rad auf der Straße zu fahren, und nicht wie üblich konsequent die Gehwege benutzen, was eigentlich verboten ist.
Die Anwohner unserer Durchgangsstraße würden eine deutliche Lärmminderung erfahren, und bekämen wieder mehr Lebensqualität.
Der schädliche Feinstaub würde bei einem gleichmäßigen Tempo 30 auch deutlich zurück gehen, da die unnötigen Beschleunigungs- und Abbremsvorgänge speziell im Abschnitt zwischen dem Friedrichsplatz bis zum Bachertkreisel auch entfallen würden.
